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Provincia di Pesaro e Urbino

Auditore

Auf dem Ausläufer eines Felsenberges, im mittleren Fogliatal, liegt Auditore. Im 14. Jahrhundert stand das Dorf unter der Herrschaft der Signori von Lauditorio, die jedoch von den Malatesta verdrängt wurden; die Familie Malatesta herrschte bis zum Jahr 1463 über den Ort, als die Montefeltro es zu einem Teil des Herzogtums Urbino machten. Letztendlich ging Auditore in den Besitz des Kirchenstaates über (1631). Seinen Namen verdankt der Ort (aus dem Lateinischen Auditorium) der Tatsache, daß er den Familien Malatesta und Montefeltro zur Abhaltung von Prozessen und Klärung von Streitfragen diente. Besucher, die nach Auditore kommen, können auch heute noch die alten Mauern mit den beiden Haupttürmen und dem strengen Stadtturm bewundern; letzterer hat einen runden Grundriß und eine sechseckige Glockenstube (15. Jh.), die das mittelalterliche Ortsbild dominiert. Etwas außerhalb der Mauern findet man die Pfarrkirche mit einem Gemälde aus dem 18. Jahrhundert. Am Ende des Tales ist der Ortsteil Casinina entstanden, der 1944, während des Rückzuges der deutschen Truppen von der Gotenstellung, Schauplatz blutiger Kämpfe mit vielen Opfern war, darunter zahlreiche Zivilpersonen. An diese Zeit erinnert ein kleines Museum. Gastronomie: Bratwürste und Käse.

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