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Provincia di Pesaro e Urbino
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Gradara

Auf einem auf das Meer blickenden Hügel liegt malerisch Gradara, das von einem robusten Mauerring umgeben ist. Die Burg war Residenz der Malatesta, die zwei Mauerringe mit 17 zinnengekrönten Türmen und drei Zugbrücken bauen ließen. Danach ging die Burg in den Besitz der Sforza über, die im Inneren einen wundervollen Bogengang und ein Prunktreppe hinzufügten, ferner Fresken in den Räumen, wo Lucrezia Borgia nach ihrer Heirat mit Giovanni Sforza drei Jahre lang gelebt hat (1493). Bevor Gradara vom Herzogtum Urbino an den Kirchenstaat überging (1631), stand es unter der Herrschaft der Della Rovere. Nachdem die Burg fast drei Jahrhunderte verlassen blieb, investierte Umberto Zanvettori 1920 seine Ressourcen in den schrittweisen Aufbau der Festung, bis sie in der Folge in den Besitz des italienischen Staates überging (1983). Heute weist Gradara einen imposanten Ortskern mit befestigen Mauern und Wachtürmen auf; zwischen den alten Wohnhäusern des Ortes stehen die Kirchen S.Giovanni Battista - mit einem wertvollen Holzkruzifix aus dem 15. Jahrhundert - und SS.Sacramento, wo ein Altarbild von Antonio Cimatori zu bewundern ist (1595). In der Burg wird das kostbare Gemälde "Madonna" verwahrt, das Giovanni Santi 1484 für die antike Pfarrkirche S.Sofia gemalt hat. Einer jahrhundertealten Überlieferung zufolge, soll Giovanni Malatesta, „lo Sciancato“ genannt, die Liebenden Paolo Malatesta und Francesca da Polenta in der Burg von Gradara ermordet haben. Diese Geschichte wurde in den unsterblichen Versen von Dante Alighieri verewigt. Gastronomie: Strozzapreti, Bohnensuppe mit Nudeln, gegrilltes Fleisch, Weine mit der Ursprungsbezeichnung D.O.C. (Colli Pesaresi).

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