
Hügeldorf am rechten Ufer des Baches Apsa, in der Nähe der Straße, die – wenn man den Foglia flußaufwärts fährt – von Pesaro nach Urbino führt; mit letzterer war Petriano aufgrund der Nähe immer eng verbunden. Ein Pergament aus dem Jahre 1069 erwähnt die Kirche „Sancto Martini in Petriano“: dieses dreischiffige Gotteshaus, das man heute noch bewundern kann, hat eine Decke mit erneuertem Hängewerk und einen angeschlossenen Glockenturm. Hier wird die „Madonna des Blitzes“ verehrt, die Schutzheilige der Wettergeschehen. Die Heilwirkung des Wassers von Valzangona war schon vor Jahrhunderten bekannt. Im besonderen wurden die Quellen zu Zeiten des herzoglichen Hofes von Urbino erwähnt, da sie von wichtigen Persönlichkeiten und auch von den Herzogen selbst besucht wurden. Einer der berühmtesten Gäste war sicherlich Raffael, der in Rom einen Brief an den Onkel schrieb, in dem er erwähnt, in die Heimat zurückkehren zu wollen, um das heiltätige Wasser seines Tales zu trinken. Nach ihm wurde die lokale Thermalanlage benannt. Industrie hat dem Ortsteil Gallo zu großem Aufschwung verholfen. Gastronomie: Crescia sfogliata und Schinken, lokale Weine.