

Auf einem Hügel am rechten Ufer des unteren Metaurotales liegt das antike Dorf Sant‘Ippolito, das von Fossombrone zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert gegründet wurde. Der Ortsname wird von einer Basilika aus dem 5. oder 6. Jahrhundert abgeleitet, die an der Via Flaminia stand. Jahrhunderte hindurch teilte der Ort die Geschicke mit Fossombrone, dem es immer eng verbunden war. Seit dem 14. Jahrhundert ist Sant‘Ippolito für seine Stein- und Marmorkünstler bekannt, die damals damit begonnen hatten, die örtlichen Stein- und Marmorbrüche zu nutzen. Dank dieser einheimischen Künstler kann man S.Ippolito heute als kleines Freilicht-Museum bezeichnen, da fast an jedem Haus Nischen mit Bildern, Portale und verschiedene Dekorationen zu bewundern sind. Innerhalb des Mauerringes befinden sich die Kirchen S.Antonio und S.Ippolito mit Altarbildern lokaler Marmorkünstler. Erwähnenswert ist ferner der Uhrturm mit der eleganten Glockenstube, die von einer kleinen Pagodenkuppel überragt wird (18. Jh.). Nicht erhalten blieb leider die Burg, die Federico von Montefeltro von Francesco di Giorgio Martini hier errichten ließ. Die malerischen Schlösser Reforzate und Sorbolongo gehören ebenfalls zum Gemeindegebiet und sind heute noch von hohen, abschüssigen Mauern umgeben. Gastronomie: Piadina sfogliata, Crescia di Pasqua, Kaninchen auf Fenchelkraut.
