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Provincia di Pesaro e Urbino
Sito in fase di aggiornamento a seguito del riordino delle Province (L. 56/14 e L.R. Marche 13/15)

Urbino

Die antike Hautstadt des Herzogtums Montefeltro liegt auf zwei Hügeln; die Dächer von Häusern und Kirchen wenden sich in Nord-Ost-Richtung zur Porta Lavagine und in Süd-West-Richtung zur Porta Valbona hin. Dank ihrer Geschichte, Denkmäler und Kunstwerke ist die Stadt Urbino eines der wichtigsten Reiseziele für Kunstinteressierte aus der ganzen Welt. Sie hat sehr alte Ursprünge, die bis in das 3. Jahrhundert v.Chr. belegbar sind, als Urvinum Mataurense römisches Munizipium war (Überreste der Mauern und des Theaters). Ihre strategische Lage führte dazu, daß die Stadt zur Zeit des Feudalismus immer wieder in Kämpfe verwickelt war und sich schließlich auf die Seite der Ghibellinen und des Antonio von Montefeltro stellte, der in Rom einen Aufstand gegen Friedrich Barbarossa niederschlug, den Titel eines Grafen erwarb und das Amt des kaiserlichen Vikars von Urbino (1155) erhielt. Das war der Beginn einer dauerhaften, wenn auch heiklen und kampfbereiten Bindung an die Montefeltro, bis das Herrschergeschlecht letztendlich ausstarb. Die ersten Kontakte zur Kunst wurden zu Zeiten des Grafen Giudantonio geknüpft, als im Jahr 1416 die Brüder Lorenzo und Jacopo Salimbeni beauftragt wurden, das Oratorium von S.Giovanni mit Fresken auszumalen; ihnen folgten Ottaviano Nelli aus Gubbio und Antonio Alberti aus Ferrara, die Urbino mehrere Kunstwerke hinterließen. Nach dem Tod von Guidantonio (1443) und der Ermordung seines jungen Sohnes Oddantonio (1444), hat Urbino vor allem Federico von Montefeltro, der zuerst Graf und später Herzog war, seine künstlerische Glanzzeit zu verdanken; insbesondere nachdem die Stadt die Herrschaft über das Gebiet von Montefeltro erlangte und den ehrgeizigen Ausdehnungsbestrebungen des besiegten Sigismondo Malatesta ein Ende setzte (1463). Auf seinen Wunsch wurde die mittelalterliche Residenz der Montefeltro zuerst von Luciano Laurana und später von Francesco di Giorgio Martini erweitert und verschönt; das Ergebnis ist der meisterliche Herzogspalast, ein Juwel der Renaissance-Architektur. Heute beherbergt er die Nationalgalerie der Marken mit wertvollen Kunstschätzen, unter anderem die Meisterwerke „Die Geißelung“ und die "Madonna von Senigallia" von Piero della Francesca sowie „Die Stumme" von Raffael Sanzio. Der Herzogspalast kann als wahres Juwel bezeichnet werden, in dem die Erinnerung an Herzog Federico, seinen Sohn Guidubaldo und den unübertrefflichen Hof verewigt wurde, vom Thronsaal bis zum Studierzimmer des Herzogs, das fast schon als Unikum bezeichnet werden kann und mit wunderbaren Intarsien und Porträts von berühmten Persönlichkeiten geschmückt ist. Streift man durch die steilen Straßen und Gassen von Urbino, kann man überall Teile eines urbanen Mosaiks erkennen, das von der künstlerischen und kulturellen Geschichte des Stadt geprägt ist: von der neopalladianischen, prächtigen Kathedrale, die nach dem Erdbeben des Jahres 1784 von Valadier erneuert wurde, über das wunderbare Portal aus Travertinstein (mit der Lünette von Luca della Robbia) bei der Kirche S.Domenico, die mittelalterliche Kirche S.Francesco mit dem schönen gotischen Glockenturm und dem Altarbild von Federico Barocci, bis hin zum Geburtshaus von Raffael, das heute Sitz der gleichnamigen Akademie ist, die im Jahr 1869 gegründet wurde. Etwas höher liegt die Festung Albornoz, von deren Treppen aus man einen beeindruckenden Blick auf den Herzogspalast und seine 'Torricini', aber auch auf die umliegenden Hügel hat, wie jener, auf dem die Kirche S.Bernardino aus dem 15. Jahrhundert steht, die heute Sitz des herzoglichen Mausoleums ist. Gleichermaßen kann man vom tiefer gelegenen Platz Borgo Mercatale, mit der halbzylinderförmig umfaßten, schneckenförmigen Wendeltreppe von Francesco di Giorgio Martini aus dem 15. Jahrhundert, eine atemberaubende Aussicht auf die Stadt genießen; darüber ragen das große Bauwerk Theater „R.Sanzio“ aus dem 19. Jahrhundert und – noch weiter oben – die Apsiden, die Kuppel und der Glockenturm der Kathedrale, begleitet von den großen Fenstern zum hängenden Garten und der wunderbaren Westfront des Herzogspalastes. Doch Urbino ist auch Universitätsstadt: die freie Universität, die modernen Internate, die Hochschule für Kunstgewerbe (ISIA), die im monumentalen Ex-Kloster S.Chiara untergebracht ist, und die sogenannte „Schule des Buches“, die dafür bekannt ist, große künstlerische Talente in den Fachbereichen Graphik und Graviertechniken zu fördern. Unter den zahlreichen interessanten Veranstaltungen, die jedes Jahr in Urbino stattfinden, ist vor allem das Fest des Herzogs hervorzuheben: eine historische, kostümierte Veranstaltung in den Straßen des Stadtzentrums, an der Seiltänzer und Feuerschlucker teilnehmen und Kämpfe zwischen den Grafschaften vor dem herzoglichen Hofe ausgetragen werden. Gastronomie: Nudel- und Fleischgerichte mit Pilzen und Trüffeln, Truthahn „alla Gossuta“, Casciotta-Käse, Crescia sfogliata.

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